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Öffentliche Finanzen

Steuerkraft der Gemeinden bis 2018

Steuerkraft-Kopfquoten 1993 - 2018 © Landesstatistik Steiermark
Steuerkraft-Kopfquoten 1993 - 2018
© Landesstatistik Steiermark

Von 2017 auf 2018 kam es steiermarkweit zu einem Anstieg der Externe Verknüpfung Steuereinnahmen der Gemeinden um +2,5%, einerseits aufgrund eines weiteren Anstiegs bei den Ertragsanteilen (Anteil fast 2/3) um +1,1%, aber besonders bei der (anteilsmäßig mit fast einem Viertel ebenfalls bedeutenden) Kommunalsteuer um deutliche +6,7%, während die sonstigen Abgaben (Anteil nur 5,2%) sogar um -0,8% leicht gesunken sind und die Grundsteuer (Anteil 5,8%) um +3,7% gestiegen ist.

Die Externe Verknüpfung Steuerkraft-Kopfquote (Steuereinnahmen pro Einwohner) ist landesweit von 1.404 € (2017) auf 1.430 € (2018) um +1,8% im Vergleich etwas weniger stark gestiegen, da es wieder zu einem leichten Bevölkerungswachstum vom 31.10.2015 auf 31.10.2016 - mit Auswirkung auf die Kopfquote - gekommen ist.

Im Bezirksvergleich liegen bei der Steuerkraft-Kopfquote die städtischen Industriebezirke der Obersteiermark  (plus Graz-Umgebung) recht gut, allen voran jedoch weiterhin klar die Landeshauptstadt Graz, die etwa 31,5% aller steiermarkweiten Abgaben und Steuern des Gemeindebereichs auf sich vereint und durch die nunmehrige Anwendung aktueller - weiter stark steigender - Bevölkerungszahlen profitiert (bei den Gesamteinnahmen).

Auf den hinteren Plätzen finden sich fast ausschließlich Agrarbezirke, mit der Südoststeiermark, Leibnitz, Murau, aber auch Voitsberg, als Schlusslichter.

Bei einer Reihung der Externe Verknüpfung Gemeinden nach der Kopfquote 2018 liegen Großgemeinden, bedeutende Industriestandorte, Tourismuszentren und Bezirkshauptstädte auf den vordersten Plätzen, wobei die Reihung der ersten 3 - ähnlich wie schon in den Vorjahren - Raaba-Grambach, Lannach und Premstätten lautet. Der vorjährige 5., Graz, ist aufgrund eines leichten Rückgangs wieder auf Platz 8 (wie 2016). Am Ende der Wertung findet man fast durchwegs Kleingemeinden mit hoher Agrarquote.

In 197 (2017 in 253, 2016 in 226, 2015 nur in 134) - also 69% - der 287 steirischen Gemeinden kam es 2018 zu einem Anstieg der Steuereinnahmen, während es damit in 90 Gemeinden zu Abnahmen gekommen ist. 

Bezüglich der Kopfquote gibt es bundesweit ein deutliches West-Ost-Gefälle, die höchsten Quoten findet man (abgesehen von Wien) in den westlichen Bundesländern, allen voran Salzburg, knapp gefolgt von Vorarlberg und danach Tirol, auf den letzten Plätzen liegen die südlichen und östlichen Bundesländer Kärnten, Steiermark, Niederösterreich und etwas abgeschlagen das Burgenland, wobei die Steiermark 2018 wie auch einige Jahre bis 2016 hinter Kärnten auf Platz 6 (ohne Wien) liegt!

Weitere Informationen sind in unserer Externe Verknüpfung Publikation 11/2019 - Steiermark: Steuerkraft-Kopfquoten 2018 - Land-Bezirke-Gemeinden - veröffentlicht.

Steuern und Abgaben sowie Steuerkraft-Kopfquote nach Gemeinden (2009 - 2018)

Tabellen:
Externe Verknüpfung 2018, Externe Verknüpfung 2017, Externe Verknüpfung 2016, Externe Verknüpfung 2015,
Externe Verknüpfung 2014, Externe Verknüpfung 2013, Externe Verknüpfung 2012,
Externe Verknüpfung 2011Externe Verknüpfung 2010, Externe Verknüpfung 2009,

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