Landesstatistik Steiermark

Entwicklung der Beschäftigung in der Steiermark

Aktuelle Beschäftigungszahlen

Mai 2021

Bei den unselbständig Beschäftigten (Bezirkssumme) kam es von Mai 2020 auf Mai 2021 zu einem Anstieg um +18.729 Personen auf 515.443 unselbständig Beschäftigte (+3,8%).

In den Bezirken Liezen (+5,8%) und Graz (+5,2%) gab es auf Bezirksebene die höchsten Anstiege bei den unselbständig Beschäftigten, in Bruck-Mürzzuschlag (+1,8%) gab es den geringsten Anstieg. 

Tabelle: Externe Verknüpfung Unselbständig Beschäftigte nach Geschlecht - Mai 2021
Tabelle: Externe Verknüpfung Unselbständig Beschäftigte nach ÖNACE 2008 - Mai 2021
Tabelle: Externe Verknüpfung Anteil der Wirtschaftsklassen in % - Mai 2021
Tabelle: Externe Verknüpfung Entwicklung der Unselbständige Beschäftigten im Monatsvergleich

Aktuelle Publikationen zum steirischen Arbeitsmarkt

Beschäftigung im Jahr 2020

Die unselbständig Beschäftigten werden auf der Bezirksebene nach dem Wohnort und auf Bundesländerebene nach dem Arbeitsort berechnet; darüber hinaus werden in beiden Methoden verschiedene Stichtage verwendet. Dadurch kommt es zu unterschiedlichen Steiermarkergebnissen, wenn man die Summe der einzelnen Bezirke für das Jahr 2020 (504.168 Personen) mit dem Bundesland-Ergebnis "Steiermark"  (520.639 Personen) vergleicht. Dies ist bei Betrachtung der Daten zu berücksichtigen.

Entwicklung auf Bezirksebene:

  • Bei den unselbständig Beschäftigten kam es von 2019 auf 2020 zu einem Rückgang von 10.632 Personen (-2,1%) auf 504.168 unselbständig Beschäftigte.
  • Im Bezirk Südoststeiermark (Insgesamt: -3,8%) kam es mit -3,9% bei den Männer sowie mit -3,6% bei den Frauen zum höchsten Rückgang auf Bezirksebene in der Steiermark.

Tabelle: Externe Verknüpfung Unselbständig Beschäftigte auf Bezirksebene - Jahresdurchschnitt 2020

Entwicklung nach Wirtschaftsklassen:

  • In der Wirtschaftsklasse I - Beherbergung und Gastronomie - kam es von 2019 auf 2020 absolut zum höchsten Rückgang mit -3.830 unselbständig Beschäftigten (-15,5%), gefolgt von der Wirtschaftsklasse N - sonstige Wirtschaftliche Dienstleistungen - mit -3.141 Personen (-10,0%). 
  • Am meisten unselbständig Beschäftigte findet man im Jahr 2020 in der Wirtschaftsklase C - Herstellung von Waren mit 108.171 Personen, gefolgt von der Wirtschaftsklasse O - öffentliche Verwaltung mit 80.935 Personen.
  • Anteilsmäßig (ohne Karenz/Präsenzdiener) arbeiten 13,9% der Frauen und 43,6% der Männer als unselbständig Beschäftigte im sekundären Bereich (B-F).
  • 85,2% der Frauen arbeiten unselbständig im tertiären Bereich (Dienstleistungen), wobei hier mit 21,8% der höchste Anteil im öffentlichen Sektor zu finden ist, gefolgt vom Handel mit 17,8%. Bei den Männern arbeiten dahingegen nur 55,2% im tertiären Sektor, die meisten im öffentlichen Sektor (11,0%) gefolgt vom Handel mit einem Anteil von 10,9%. Im Vergleich zum Jahr 2019 kam es zu vorallem im Bereich Beherbergung und Gastronomie (-0,7 Prozentpunkte beim Anteil) zu einer Veränderung des Anteil (von 4,8% auf 4,1%)

Tabelle: Externe Verknüpfung Unselbständig Beschäftigte nach ÖNACE 2008 - Jahresdurchschnitt 2020
Tabelle: Externe Verknüpfung Anteil der Wirtschaftsklassen - Jahresdurchschnitt 2020

Unselbständig Beschäftigte (Produktivbeschäftigte) 2020

  • 2020 waren in der Steiermark 510.398 (2019: 520.433) Personen unselbständig produktiv beschäftigt, das sind um 1,9% oder 10.035 weniger als 2019. Zu den unselbständig produktiv Beschäftigten zählen alle Voll- und Teilzeitbeschäftigten, ohne Präsenzdiener und Karenz- bzw. Kinderbetreuungsgeld-BezieherInnen.
  • Einschließlich der Präsenzdiener und Karenz- bzw. Kinderbetreuungsgeld-BezieherInnen (10.241) mit einem aufrechten Beschäftigungsverhältnis sank die Gesamtbeschäftigung um -10.880 bzw. -2,0% auf 520.639.
  • Das Angebot an unselbständigen Arbeitskräften (Beschäftigte plus Arbeitslose) umfasste 2020 in der Steiermark 558.309 Personen (2019: 554.471). Diese Größe bezeichnet man auch als Arbeitskräftepotential. Gegenüber 2019 nahm damit das Arbeitskräftepotential um 3.838 Personen bzw. +0,7% zu.
  • Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer an den Beschäftigten im Jahr 2020 beträgt in der Steiermark bezirksübergreifend 12,7% (Österreich: 20,9%). Im Jahr 2019 lag der Anteil in der Steiermark bei 12,7% und in Österreich bei 21,1%. Den höchsten Anteil findet man im Jahr 2020 in Graz (Stadt u. Umgebung) mit 19,8%, gefolgt von Liezen mit 13,5%. Am geringsten ist der Anteil in Hartberg-Fürstenfeld mit 5,0% und Murau mit 5,4%. Die Anzahl der unselbständig beschäftigten Ausländerinnen und Ausländer auf Bundeslandebne (85.097 Personen) unterscheidet sich deutlich von der Summe auf Bezirksebene (64.226 Personen). Dies liegt an der schon erwähnten unterschiedlichen Zuordnung nach Arbeitsort bzw. Wohnort.

Tabelle: Externe Verknüpfung Entwicklung unselbständig Beschäftigter ab 2008 

Erwerbsquoten 2020

  • Die Erwerbsquote (lt. Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung), das ist der Anteil der Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Arbeitslose) an der Bevölkerung (wobei die Präsenz- und Zivildiener nicht berücksichtigt sind), hatte bisher eher eine steigende Tendenz.
  • Die aktuellsten Daten beziehen sich auf das Jahr 2020. So erhöhte sich die allgemeine Erwerbsquote für die Steiermark seit 1994 von insgesamt 45,8% auf gesamt 52,1% im Jahr 2019. Im Jahr 2020 kam es dann zu einem Rückgang auf 51,7%. Seit dem Jahr 2007 liegt die Quote nun über 50%. Dieser Anstieg war über Jahre hinweg von der steigenden Erwerbsquote der Frauen getragen, denn die Erwerbsquote der Frauen stieg von 45,0% im Jahr 2008 auf 47,7% im Jahr 2018. Im Jahr 2019 konnte die Erwerbsquote der Frauen weiter auf 47,8% gesteigert werden (bisheriger Höchstwert). Im Jahr 2020 liegt die Erwerbsquote der Frauen nun bei 47,2%. Bei den Männern fiel die Erwerbsquote im Jahr 2020 auf 56,2%.

  • Die Erwerbstätigenquote (nach dem Labour-Force-Konzept) der 15- bis 64-Jährigen (Anteil der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 64 Jahren an der Bevölkerung der 15- bis 64-Jährigen) betrug für die Steiermark im Jahr 2020 73,3% (Österreich: 72,4%). Hier gab es im Jahr 2020 bei den Männern einen Rückgang von 79,2% auf 77,8%. Bei den Frauen kam es zu einem Rückgang von 70,1% im Jahr 2019 auf 68,8% im Jahr 2020.

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