Entwicklung der Beschäftigung in der Steiermark

Aktuelle Beschäftigungszahlen

Mai 2022

Bei den unselbständig Beschäftigten (Bezirkssumme) kam es von Mai 2021 auf Mai 2022 zu einem Anstieg um +10.816 Personen auf 526.259 unselbständig Beschäftigte (+2,1%).

In den Bezirken Graz-Stadt (+4,5%) sowie in Leoben und Graz-Umgebung (je +2,5%) gab es auf Bezirksebene die höchsten Anstiege bei den unselbständig Beschäftigten, im Bezirk Murau (-0,1%) kam es zu einem geringen Rückgang. 

Tabelle:  Unselbständig Beschäftigte nach Geschlecht - Mai 2022
Tabelle:  Unselbständig Beschäftigte nach ÖNACE 2008 - Mai 2022
Tabelle:  Anteil der Wirtschaftsklassen in % - Mai 2022
Tabelle:  Entwicklung der Unselbständige Beschäftigten im Monatsvergleich

Aktuelle Publikationen zum steirischen Arbeitsmarkt

Beschäftigung im Jahr 2021

Die unselbständig Beschäftigten werden auf der Bezirksebene nach dem Wohnort und auf Bundesländerebene nach dem Arbeitsort berechnet; darüber hinaus werden in beiden Methoden verschiedene Stichtage verwendet. Dadurch kommt es zu unterschiedlichen Steiermarkergebnissen, wenn man die Summe der einzelnen Bezirke für das Jahr 2021 (514.506 Personen) mit dem Bundesland-Ergebnis "Steiermark"  (533.147 Personen) vergleicht. Dies ist bei Betrachtung der Daten zu berücksichtigen.

Entwicklung auf Bezirksebene:

  • Bei den unselbständig Beschäftigten kam es von 2020 auf 2021 zu einem Anstieg von 10.338 Personen (+2,1%) auf 514.506 unselbständig Beschäftigte.
  • Im Bezirk Graz-Stadt (Insgesamt: +3,3%) kam es mit +3,7% bei den Männer sowie mit +2,8% bei den Frauen zum höchsten Anstieg auf Bezirksebene in der Steiermark.

Tabelle:  Unselbständig Beschäftigte auf Bezirksebene - Jahresdurchschnitt 2021

Entwicklung nach Wirtschaftsklassen:

  • In der Wirtschaftsklasse N - sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen - kam es von 2020 auf 2021 absolut zum höchsten Anstieg mit +3.396 unselbständig Beschäftigten (+12,0%), gefolgt von der Wirtschaftsklasse C - Herstellung von Waren - mit +2.577 Personen (+2,4%). 
  • Am meisten unselbständig Beschäftigte findet man im Jahr 2021 in der Wirtschaftsklase C - Herstellung von Waren mit 110.748 Personen, gefolgt von der Wirtschaftsklasse O - öffentliche Verwaltung mit 80.748 Personen.
  • Anteilsmäßig (ohne Karenz/Präsenzdiener) arbeiten 14,0% der Frauen und 43,9% der Männer als unselbständig Beschäftigte im sekundären Bereich (B-F).
  • 85,0% der Frauen arbeiten unselbständig im tertiären Bereich (Dienstleistungen), wobei hier mit 21,3% der höchste Anteil im öffentlichen Sektor zu finden ist, gefolgt vom Handel mit 17,6%. Bei den Männern arbeiten dahingegen nur 54,9% im tertiären Sektor, die meisten im Handel (11,1%) gefolgt vom öffentlichen Sektor mit einem Anteil von 10,7%. Im Vergleich zum Jahr 2020 kam es zu vorallem in den Bereichen "sonstige wirtschaftliche Dienstleistugen" (+0,5 Prozentpunkte) und "freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen" (-0,6 Prozentpunkte) zu einer Veränderung des Anteil.

Tabelle:  Unselbständig Beschäftigte nach ÖNACE 2008 - Jahresdurchschnitt 2021
Tabelle:  Anteil der Wirtschaftsklassen - Jahresdurchschnitt 2021

Unselbständig Beschäftigte (Produktivbeschäftigte) 2021

  • 2021 waren in der Steiermark 523.241 (2020: 510.398) Personen unselbständig produktiv beschäftigt, das sind um 2,5% oder 12.842 mehr als 2020. Zu den unselbständig produktiv Beschäftigten zählen alle Voll- und Teilzeitbeschäftigten, ohne Präsenzdiener und Karenz- bzw. Kinderbetreuungsgeld-BezieherInnen.
  • Einschließlich der Präsenzdiener und Karenz- bzw. Kinderbetreuungsgeld-BezieherInnen (9.906) mit einem aufrechten Beschäftigungsverhältnis stieg die Gesamtbeschäftigung um +12.508 bzw. +2,4% auf 533.147.
  • Das Angebot an unselbständigen Arbeitskräften (Beschäftigte plus Arbeitslose) umfasste 2020 in der Steiermark 560.420 Personen (2020: 558.309). Diese Größe bezeichnet man auch als Arbeitskräftepotential. Gegenüber 2019 nahm damit das Arbeitskräftepotential um 2.111 Personen bzw. +0,4% zu.
  • Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer an den Beschäftigten im Jahr 2021 beträgt in der Steiermark bezirksübergreifend 13,8% (Österreich: 22,1%). Im Jahr 2020 lag der Anteil in der Steiermark bei 12,7% und in Österreich bei 20,9%. Den höchsten Anteil findet man im Jahr 2021 in Graz (Stadt u. Umgebung) mit 21,2%, gefolgt von Liezen mit 14,3%. Am geringsten ist der Anteil in Hartberg-Fürstenfeld mit 5,5% und Murau mit 5,6%. Die Anzahl der unselbständig beschäftigten Ausländerinnen und Ausländer auf Bundeslandebne (94.292 Personen) unterscheidet sich deutlich von der Summe auf Bezirksebene (70.849 Personen). Dies liegt an der schon erwähnten unterschiedlichen Zuordnung nach Arbeitsort bzw. Wohnort.

Tabelle:  Entwicklung unselbständig Beschäftigter ab 2008 

Erwerbsquoten 2020

  • Die Erwerbsquote (lt. Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung), das ist der Anteil der Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Arbeitslose) an der Bevölkerung (wobei die Präsenz- und Zivildiener nicht berücksichtigt sind), hatte bisher eher eine steigende Tendenz.
  • Die aktuellsten Daten beziehen sich auf das Jahr 2020. So erhöhte sich die allgemeine Erwerbsquote für die Steiermark seit 1994 von insgesamt 45,8% auf gesamt 52,1% im Jahr 2019. Im Jahr 2020 kam es dann zu einem Rückgang auf 51,7%. Seit dem Jahr 2007 liegt die Quote nun über 50%. Dieser Anstieg war über Jahre hinweg von der steigenden Erwerbsquote der Frauen getragen, denn die Erwerbsquote der Frauen stieg von 45,0% im Jahr 2008 auf 47,7% im Jahr 2018. Im Jahr 2019 konnte die Erwerbsquote der Frauen weiter auf 47,8% gesteigert werden (bisheriger Höchstwert). Im Jahr 2020 liegt die Erwerbsquote der Frauen nun bei 47,2%. Bei den Männern fiel die Erwerbsquote im Jahr 2020 auf 56,2%.

  • Die Erwerbstätigenquote (nach dem Labour-Force-Konzept) der 15- bis 64-Jährigen (Anteil der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 64 Jahren an der Bevölkerung der 15- bis 64-Jährigen) betrug für die Steiermark im Jahr 2020 73,3% (Österreich: 72,4%). Hier gab es im Jahr 2020 bei den Männern einen Rückgang von 79,2% auf 77,8%. Bei den Frauen kam es zu einem Rückgang von 70,1% im Jahr 2019 auf 68,8% im Jahr 2020.

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