Landesstatistik Steiermark

Wirtschaft und Konjunktur in der Steiermark

Aktuelle Publikation zur steirischen Wirtschaft

Regionale Konjunkturindikatoren 3. Quartal 2020

  • Die Sachgüterproduktion fiel in der Steiermark im 3. Quartal 2020. Der Produktionswert (Wert der abgesetzten Produktion) sank um -11,4% gegenüber dem Vorjahr und liegt damit über dem Bundesschnitt (-5,3%).
  • Im Bauwesen kam es im 3. Quartal 2020 in der Steiermark zu einem Rückgang des (abgesetzten) Produktionswertes gegenüber dem Vorjahr (-3,0%). Die Zahl der unselbständig Beschäftigten im Bauwesen stieg um +2,6% (Österreich: +1,5%). Im 4. Quartal 2020 kam es dann zu einem Anstieg um +2,2% (Österreich: +1,7%).
  • Im 3. Quartal 2020 kam es im Tourismussektor zu einem Anstieg um +4,8% bei den Übernachtungen. In der Sommersaison 2020 (Mai bis Oktober) verzeichnete die Steiermark bei der Entwicklung der Nächtigungszahlen einen Rückgang von -13,3% (Ö: -31,8%). Bei den Ankünften gab es in der Steiermark einen Rückgang von -20,6% (Ö: -42,6%).
  • Bei den unselbständig Beschäftigten gab es im 3. Quartal 2020 insgesamt einen Anstieg von +0,6% (ohne KBG-Bezug, o. Präsenzdienst) gegenüber dem Vorjahresquartal (Ö: +1,0%). Im 4. Quartal 2020 gab es in der Steiermark ein Plus von 0,5% (Ö: +0,5%). Die Zahl der Arbeitslosen stieg insgesamt im 3. Quartal 2020 um +35,6% (Ö: +34,0%) und im 4. Quartal 2020 kam es zu einem Anstieg von +25,7% (Ö: +29,0%).
  • Die Arbeitslosenquote (unbereinigt) betrug im 3. Quartal 2020 7,2% (Ö: 8,8%) und im 4. Quartal 2020 8,0% bzw. 9,8%.

Tabelle: Externe Verknüpfung Aktuelle Quartalsergebnisse: 3. Quartal 2020 (Veränderung gegenüber Vorjahresquartal)

Bruttoregionalprodukt 2019 (Bundesländer) - vorläufig

BRP Entwicklung real © Landesstatistik Steiermark
BRP Entwicklung real
© Landesstatistik Steiermark

Das Bruttoregionalprodukt ist das BIP auf regionaler Ebene.

  • In Österreich gab es im Jahr 2019 einen Anstieg des BIPs in der Höhe von +12.213 Mio. Euro bzw. +3,2% (real +1,4%). Im Bundesländervergleich hat 2019 Wien mit 100.348 Mio. Euro bzw. +3,4% (real +1,2%) das höchste Bruttoregionalprodukt (BRP). 
  • Die Steiermark liegt mit einem BRP von 50.831 Mio. Euro bzw. +4,1% (real +2,0%) auf dem vierten Platz. Das Schlusslicht bildet das Burgenland mit 9.273 Mio. Euro hinter Vorarlberg mit 19.162 Mio. Euro.
  • Der Anteil der Bundesländer am österreichischen BIP ist über die Jahre hinweg relativ konstant.

Tabelle: Externe Verknüpfung Bruttoregionalprodukt nach Bundesländern, 2000-2019
Grafik: Externe Verknüpfung Bruttoregionalprodukt, Anteil in % der Bundesländer am österreichischen BIP, 2019

Bruttowertschöpfung 2019 - vorläufig

  • Die Bruttowertschöpfung ergibt sich aus der Summe des gesamten Outputs abzüglich der Vorleistungen. Somit liegt der Unterschied zum BIP darin, dass weder die Steuern noch die Subventionen auf Güter und Dienstleistungen berücksichtigt sind. Die aktuellsten Daten stammen aus dem Jahr 2019.
  • Der Anteil von Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Fischzucht (primärer Sektor) macht in der Steiermark im Jahr 2018 2,0% (901 Mio. Euro) aus und ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Der sekundäre Sektor stieg real um 3,8% auf 15.950 Mio. Euro, im Anteil gab es einen leichten Anstieg von 34,6 auf 35,1%. Der tertiäre Sektor legt mit real +1,2% zu, aber im Anteil gab es einen Rückgang von 63,2% auf 62,9%. 

Tabelle: Externe Verknüpfung Steiermark - Bruttowertschöpfung nach Wirtschaftsbereichen 2017-2019 absolut
Grafik: Externe Verknüpfung Steiermark - Bruttowertschöpfung nach Wirtschaftsbereichen 2019 Anteil in %

Bruttoregionalprodukt und BWS auf NUTS-3-Ebene

  • Auf NUTS-3-Ebene  stammen die aktuellsten Daten zur Bruttowertschöpfung (BWS) aus dem Jahr 2017.  

Tabelle: Externe Verknüpfung Steiermark - Bruttowertschöpfung nach Wirtschaftssektoren, 2017, NUTS-3-Regionen
Aktueller Bericht: Externe Verknüpfung Wirtschaftliche Entwicklung der NUTS-3-Regionen in der Steiermark 1995-2017

  • Primärer Sektor: Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei und Fischzucht
  • Sekundärer Sektor: Bergbau, Sachgütererzeugung, Energie- und Wasserversorgung, Bauwesen. 
  • Tertiärer Sektor: Handel, Reparatur von KFZ und Gebrauchsgüter, Beherbergungs- und Gaststättenwesen, Verkehr und Nachrichtenübermittlung, Kredit- und Versicherungswesen, Realitätenwesen, Vermietung beweglicher Sachen, unternehmensbezogene Dienstleistungen, Unterrichtswesen, Gesundheits-,Veterinär- und Sozialwesen, Erbringung von sonstigen öffentlichen und persönlichen Dienstleistungen, private Haushalte.

 

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