Steuereinnahmen der Gemeinden
Steuerkraft-Kopfquoten der Gemeinden bis 2024
Von 2023 auf 2024 kam es landesweit aufgrund der fortgesetzten wirtschaftlichen Stagnation 2024 nur zu einem vergleichsweise geringen Anstieg der
Steuereinnahmen der Gemeinden um +3,7%, und zwar zum Einen trotz des deutlichen weiteren Zuwachses bei der Kommunalsteuer (Anteil über ein Viertel) um +6,7%, aber besonders wegen des nur bescheidenen Anstiegs bei den (anteilsmäßig mit fast zwei Drittel entscheidenden) Ertragsanteilen um +2,3% durch nur leicht steigende Gesamtsteuereinnahmen, während die Grundsteuer (Anteil 5,1%) auch nur wenig gestiegen ist (+2,6%), die sonstigen Abgaben (Anteil 4,3%) aber um beachtliche +8,8% zugenommen haben (Rückgang um -11,1% 2023), wobei speziell letztere durch die 2020 erfolgte Umstellung der Rechnungsabschlüsse auf die VRV 2015 kaum mehr mit den Werten davor vergleichbar sind.
Die
Steuerkraft-Kopfquote (Steuereinnahmen pro Einwohner) ist landesweit von 1.733€ (2023) auf 1.780€ (2024) um +2,7% im Vergleich deutlich weniger gestiegen, da es wieder zu einem hohen Bevölkerungszuwachs vom 31.10.2021 auf 31.10.20221 - mit Auswirkung auf die Kopfquote - gekommen ist.
Im Bezirksvergleich liegen bei der
Steuerkraft-Kopfquote die städtischen Industriebezirke der Obersteiermark (plus Graz-Umgebung) recht gut, allen voran jedoch weiterhin klar die Landeshauptstadt Graz, die fast ein Drittel
aller steiermarkweiten Abgaben und Steuern des Gemeindebereichs auf sich vereint und durch die Anwendung aktueller - weiter steigender - Einwohnerzahlen profitiert (bei den Gesamteinnahmen).
Auf den hinteren Plätzen finden sich fast ausschließlich Agrarbezirke, mit Hartbeerg-Fürstenfeld, Leibnitz, Murau, der Südoststeiermark, aber auch Voitsberg (letzter Platz), als Schlusslichter.
Bei einer Reihung der Gemeinden nach der Kopfquote liegen Großgemeinden, bedeutende Industriestandorte, Tourismuszentren und Bezirkshauptstädte auf den vordersten Plätzen, wobei die ersten 2 - wie in den Vorjahren - Raaba-Grambach und Lannach lauten. Graz ist 2024 wieder auf Platz 8 zu finden, am Ende der Wertung findet man fast durchwegs Kleingemeinden mit hoher Agrarquote.
In den meisten - 251 von 285 - steirischen Gemeinden (2023 in 74) kam es 2024 zu einem Anstieg der Steuereinnahmen pro Einwohner, am meisten in Spielberg (Bezirk Murtal) mit +22,1%.
Bezüglich der Kopfquote gibt es bundesweit ein deutliches West-Ost-Gefälle, die höchsten Quoten findet man (ohne Wien) in den westlichen Bundesländern, allen voran Salzburg, gefolgt von Vorarlberg und danach Tirol, auf den letzten Plätzen liegen die südlichen und östlichen Bundesländer Kärnten, Steiermark, Niederösterreich und etwas abgeschlagen das Burgenland, wobei die Steiermark auch 2024 knapp hinter Kärnten auf Platz 6 (ohne Wien) liegt.
Weitere Informationen sind in unserer
Publikation 9/2025 - Steiermark: Steuerkraft-Kopfquoten 2024 - Land-Bezirke-Gemeinden - veröffentlicht.


