Sterbefälle
Die Entwicklung der Sterbefälle in den steirischen Bezirken
Gestorbene insgesamt
Die Zahl der
Sterbefälle hat sich von 13.525 (2023) auf 13.251 im Jahr 2024 (-284 oder -2,1%) weiter verringert und ist damit der niedrigste Wert seit 2019, nachdem 2020 und 2022 die 14.000er Grenze zwei Mal überschritten wurde.
Relativ gesehen gingen die Sterbefälle bei den Frauen um -0,9% sowie bei den Männern um -3,3% zurück.
Im Jahr 2024 sind in der Steiermark insgesamt 189 Menschen an COVID-19 gestorben, das sind 1,4% aller Sterbefälle (2023 waren es noch 388 Personen bzw. 2,9%).
Österreichweit ist die Zahl der Sterbefälle ebenfalls zurückgegangen, und zwar um -1,4% von 89.760 im Jahr 2023 auf 88.486 Personen im Jahr 2024.
Sterberate
Die
allgemeine Sterberate (= Zahl der Gestorbenen je 1.000 Einwohner) ist in der Steiermark 2024 mit 10,4 gegenüber dem Vorjahr (10,7) wieder gesunken und damit der niedrigste Wert seit 2019 (10,2).
Die höchste Sterbeziffer mit 14,2 auf 1.000 Einwohner hatte im Jahr 2024 wieder der Bezirk Murtal, gefolgt vom Bezirk Bruck-Mürzzuschlag mit 13,1 sowie vor dem langjährigen Spitzenreiter Leoben, diesmal mit 12,9. Dahinter schließt sich Murau mit 12,0 an. Die niedrigste Sterbeziffer errechnete sich mit 8,0 wieder für Graz-Stadt, gefolgt von Weiz mit 9,4, Graz-Umgebung mit 9,8.
Die Steiermark liegt mit 10,4 weiterhin über dem Österreichschnitt von 9,6 Sterbefällen je 1.000 Einwohner. Am niedrigsten waren die Sterberaten in den Bundesländern Wien (8,4) sowie in Tirol und Vorarlberg mit je 8,5, am höchsten im Burgenland (11,9) sowie in Kärnten (11,1) und Niederösterreich (10,8). Unter dem Österreichschnitt liegen noch Oberösterreich mit 9,4 und Salzburg mit 9,1.
Um Zufallsschwankungen auf regionaler Ebene auszugleichen und längerfristige Trends abzubilden, werden auf Bezirksebene zusätzlich
5-Jahres-Sterberaten berechnet. Hier wird die steigende Tendenz sichtbar, ebenso wie die Tatsache, dass die Sterberaten in den aus Bevölkerungssicht alten Bezirken Leoben und Bruck-Mürzzuschlag sowie in den Bezirken Murtal, Voitsberg und Murau am höchsten sind.
Säuglingssterblichkeit
In der Steiermark sind im Jahr 2024 absolut gesehen 28
Säuglinge im ersten Lebensjahr verstorben, 2023 waren es ebenfalls 28.
Die
Säuglingssterblichkeit (= Sterbefälle im ersten Lebensjahr pro 1.000 Lebendgeborene) 2024 liegt somit bei 2,8, das ist der dritthöchste Wert aller Bundesländer. Der Österreichschnitt befindet sich bei 3,1.
Was das regionale Jahresergebnis 2024 anlangt, so fällt auf, dass die Säuglingssterblichkeit in vier Bezirken gleich Null war, und zwar in Deutschlandsberg, Liezen, Murau und Südoststeiermark. Die höchsten Raten weisen die Bezirke Graz-Stadt mit 5,5, Leibnitz mit 3,1 sowie Bruck-Mürzzuschlag und Hartberg-Fürstenfeld mit je 3,0 auf.
Betrachtet man die Entwicklung der Säuglingssterblichkeit in
5-Jahres-Schritten, so zeigt sich ein positives Ergebnis. Denn kamen im Schnitt der Jahre 1981 - 1985 noch 12,4 Säuglingssterbefälle auf 1.000 Lebendgeborene, so waren es im Durchschnitt der Jahre 2020 - 2024 nur noch 2,2, also nur etwa ein Sechstel.
Die niedrigsten Durchschnittsraten weisen dabei die Bezirke Leoben mit 0,5 sowie Murtal und Deutschlandsberg mit je 0,8, Murau mit 0,9 sowie die Südoststeiermark mit 1,0 auf. Die höchste Durchschnittsrate 2020 - 2024 mit einem Wert von 4,0 findet sich in Graz-Stadt, gefolgt von den Bezirken Weiz mit 2,3 und Hartberg-Fürstenfeld mit 2,2.
Sterbefälle nach ausgesuchten Todesursachengruppen
Mit Abstand die häufigste Todesursachengruppe sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bilden die Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems mit 4.788 (36,1%), gefolgt von Sonstigen Krankheiten (inkl. COVID) mit 3.276 (24,7%), bösartigen Neubildungen mit 3.217 (24,3%), Verletzungen und Vergiftungen mit 776 (5,9%), Krankheiten der Atmungsorgane mit 695 (5,2%) und Krankheiten der Verdauungsorgane mit 499 (3,8%).
Es zeigt sich, dass mit zunehmendem Alter die Bedeutung der Herz- und Kreislauferkrankungen als Todesursache immer größer wird, während bösartige Neubildungen anteilsmäßig in der Gruppe der 45- bis unter 75-Jährigen am stärksten vertreten sind und dann sukzessive als Todesursache zurückgehen.
Das Sterberisiko in den jüngeren Altersgruppen ist durch Verletzungen und Vergiftungen einschließlich Unfälle und
Selbsttötung bzw. -beschädigung besonders hoch.
Lebenserwartung
Die Lebenserwartung der
Männer liegt 2024 in der Steiermark bei 79,9 Jahren. Die Lebenserwartung der
Frauen befindet sich bei 84,8 Jahren. Damit hat sich die Lebenserwartung beider Geschlechter gegenüber dem Vorjahr erhöht und einen neuen Höchstwert erreicht.
Verfolgt man die Entwicklung der Lebenserwartung der Steirer nach der
5-Jahres-Wertung, so hat sich diese seit Beginn der 70er Jahre landesweit um 12,5 Jahre erhöht, insbesondere in den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg, aber auch in Graz-Umgebung und Weiz mit Zuwächsen von bis zu 14,7 Jahren. In der aktuellen 5-Jahres-Wertung 2020-24 ist die Lebenserwartung der Männer mit 80,7 Jahren im Bezirk Weiz sowie in Graz-Umgebung, Murau und Hartberg-Fürstenfeld mit je 79,7 Jahren am höchsten. Der Steiermarkschnitt liegt bei 79,2 Jahren. Die geringste Lebenserwartung bei den Männern weisen die Bezirke Murtal mit 77,9 sowie Voitsberg mit 78,5 Jahren und Leoben mit 78,6 Jahren auf.
Ähnliches gilt für die Steirerinnen. Ihre Lebenserwartung hat sich seit Anfang der 70er Jahre landesweit um fast 11 Jahre erhöht, wobei der Bezirk Südoststeiermark mit einem Plus von 11,7 Jahren am deutlichsten aufgeholt hat, gefolgt von Weiz mit +11,6 Jahren und . In der aktuellen
5-Jahres-Wertung liegt der Bezirk Weiz mit 85,3 Jahren an erster Stelle, gefolgt von den Bezirken Graz-Stadt und Deutschlandsberg mit je 84,5 Jahren. Der Steiermarkwert liegt bei 84,3 Jahren. Die niedrigste Lebenserwartung bei den Frauen weist der Bezirk Murtal mit 83,2 Jahren auf, es folgen die Bezirke Voitsberg mit 83,6 Jahren, Leoben mit 83,8 Jahren und Leoben mit 83,9 Jahren.













