landesentwicklung

Energiedaten

Die Jahre 2018 und 2019 zählten neben dem Jahr 2014 zu den drei wärmsten Jahren in Österreich seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1768. Mit Temperaturen, die zwischen 1,5 °C und 1,8 °C über dem langjährigen Mittel lagen, ist Österreich damit überdurchschnittlich stark von der Erderhitzung betroffen. Mehr als 80 Prozent der klimawandelrelevanten Treibhausgasemissionen in Österreich stammen aus der Umwandlung fossiler Brennstoffe in Energie. Damit erfordern die notwendigen Maßnahmen zur Treibhausgasreduktion und somit zur Begrenzung der Erderwärmung einen fundamentalen Wandel in der Energiewirtschaft.

  • Bruttoinlandsverbrauch: Der Bruttoinlandsverbrauch entspricht der Energiemenge zur Deckung des Gesamtenergiebedarfs der Steiermark. Die Jahre 2017 mit 233 PJ und 2018 mit 230 PJ erreichten ein ähnliches Niveau wie das Jahr 2006 mit dem bisher größten Bruttoinlandsverbrauch der Zeitreihe von 234 PJ.
  • Energetischer Endverbrauch: Der energetische Endverbrauch ist der Energieverbrauch der Endverbraucher (Bruttoinlandsverbrauch abzüglich nichtenergetischer Verbrauch, Umwandlungs- und Transportverluste und Verbrauch des Sektors Energie) in den Bereichen Haushalte, Gewerbe, Industrie, Verkehr, Land- und Forstwirtschaft sowie Dienstleistungen. Im Jahr 2017 betrug der energetische Endverbrauch 188,4 PJ, im Jahr 2018 187,9 PJ, was einem leichten Rückgang entsprach.
  • Energieverwendung: Im Jahr 2018 wurden in der Steiermark 187,9 PJ Endenergie eingesetzt. Dies entsprach rund 16,5 Prozent des österreichischen Endenergieverbrauchs von 1.126 PJ.
  • Energieverbrauch nach Wirtschaftssektoren: Die Verteilung auf die einzelnen Wirtschaftssektoren zeigte, dass mit einem Anteil von 39 % und einem Zuwachs gegenüber 2017 von 3,9 % der produzierende Bereich - welcher auch die energieintensive Industrie beinhaltet - eine bedeutende Rolle hatte.
  • Der Verkehr stellte mit 31 % den zweitgrößten Endenergieverbraucher dar und verzeichnete zum Vorjahr einer Steigerung von rund 1 %.
  • Die privaten Haushalte mit 22 % Anteil am Endverbrauch hatten hauptsächlich aufgrund der wesentlich geringeren Heizgradsumme gegenüber 2017 einen um 7 % verringerten Verbrauch.
  • Der Dienstleistungssektor mit einem Anteil von 6 % am steirischen Endenergieverbrauch bilanzierte mit einem Minus von rund 5 % in Bezug auf 2017. In der Landwirtschaft mit dem geringsten Anteil am Endenergieverbrauch von 2 % konnte ebenfalls eine Abnahme des Verbrauchs von minus 4 % festgestellt werden.
  • Erneuerbare Energien: Laut Energiebilanz der Statistik Austria hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien in der Steiermark in den letzten Jahren ausgehend von 22,8 Prozent im Jahr 2005 auf 29,6 Prozent im Jahr 2018 sehr positiv entwickelt und kontinuierlich erhöht, hat aber in den letzten Jahren aufgrund des stärker steigenden Energieverbrauchs stagniert.

Aktuelle Publikation: Externe Verknüpfung Energiebericht 2019

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).