Einbürgerungen

Einbürgerungen in der Steiermark seit 1946

Im Jahr 2021 wurde an 769 Personen in der Steiermark die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen (2020: 857, -10,3%). Rund ein Drittel der im Jahr 2021 Eingebürgerten (237 bzw. 30,8%) kam in Österreich zur Welt. Seit 2012 ist ein leichter Anstieg der Einbürgerungszahlen festzustellen, der sich 2019 gegenüber den letzten Jahren etwas stärker fortsetzte. 2020 und 2021 war das nicht der Fall, dennoch erreichte die Einbürgerungszahl 2021 das fünfthöchste Niveau seit 2012. Allerdings sind die Einbürgerungszahlen bereits seit 2008 auf sehr niedrigem Niveau. Für den Rückgang seit dem "Rekordjahr" 2005 (3.815 Einbürgerungen) sind im Wesentlichen zwei Aspekte verantwortlich: Zum einen knüpfen die 2006, 2010 sowie 2013 in Kraft getretenen Novellen zum Staatsbürgerschaftsgesetz strengere Voraussetzungen an den Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft. Zum anderen ging in den letzten Jahren die Zahl der Einbürgerungen nach mindestens zehnjährigem, ununterbrochenem Hauptwohnsitz in Österreich (§ 10 Abs. 1 StbG) deutlich zurück. Im Jahr 2005 wurden noch 1.392 Personen nach diesem Rechtsgrund österreichische Staatsbürger, im Jahr 2021 lag diese Zahl bei 97 Personen (12,6% aller Einbürgerungen).

 Einbürgerungen in der Steiermark seit 1946

Unter den insgesamt 64 Herkunftsländern war 2021 laut Statistik Austria in der Steiermark Bosnien und Herzegowina mit 126 bzw. 16,4% der Eingebürgerten absoluter Spitzenreiter. An zweiter Stelle dieses Rankings steht der Kosovo mit 70 bzw. 9,1% der Eingebürgerten. Die Zahl der Einbürgerungen von Personen aus Bosnien und Herzegowina verringerte sich gegenüber 2020 (-32 Fälle bzw. -20,3%), beim Kosovo ging die Zahl um 8 Fälle bzw. 10,3% zurück. Aus der Türkei kamen 64 (8,3%; Veränderung zum Vorjahr: -19,0%), aus Syrien 48 (6,2%; Veränderung zum Vorjahr: +166,7%), aus Rumänien 40 (5,2%; Veränderung zum Vorjahr: -27,3%), aus dem Iran 36 (4,7%; Veränderung zum Vorjahr: +2,9%), aus Afghanistan 33 (4,3%; Veränderung zum Vorjahr: +26,9%), aus Kroatien 31 (4,0%; Veränderung zum Vorjahr: -31,1%), aus Armenien 30 (3,9%; Veränderung zum Vorjahr: +114,3%) und aus Russland 27 (3,5%; Veränderung zum Vorjahr: -32,5%). Insgesamt an 224 Bürgerinnen und Bürger aus dem ehemaligen Jugoslawien (ohne Slowenien und Kroatien), 29,1% aller Einbürgerungen in der Steiermark, wurde die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Die Zahl der Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union, die im Jahr 2021 die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten haben, lag bei 148, das entspricht 19,2% aller Einbürgerungen.
Gliedert man die 2021 in der Steiermark eingebürgerten Personen nach dem Alter, so zeigt sich, dass 393 oder 51,1% unter 30 Jahre alt waren, wobei knapp die Hälfte davon (177 oder 23,0% aller Eingebürgerten) unter 15 Jahre alt waren. Weiters hatten 310 Personen oder 40,3% ein Alter zwischen 30 und 44 Jahren, 55 oder 7,2% ein Alter zwischen 45 und 59 Jahren, und nur 11 oder 1,4% hatten das 60. Lebensjahr überschritten. Insgesamt waren 378 oder 43,8% der Eingebürgerten in der Steiermark Männer und 391 oder 56,2% Frauen.

Einbürgerungen in den steirischen Bezirken seit 1981

Eine Aufschlüsselung der Einbürgerungen ab 1981 auf der Bezirksebene zeigt erwartungsgemäß eine klare Dominanz der Einbürgerungen in den ausländerstarken Bezirken, wie in der unteren Tabelle ersichtlich ist. So haben 2021 fast drei Viertel der Eingebürgerten ihren Wohnsitz im Großraum Graz (Graz: 473; Graz-Umgebung: 75), über 30 Einbürgerungen gab es noch in Leoben. Am wenigsten Einbürgerungen gab es 2021 in Murau mit nur 4, gefolgt von Voitsberg mit 9. 

 Einbürgerungen in den steirischen Bezirken seit 1981

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