Selbsttötung und Selbstbeschädigung
Die Entwicklung der Suizide in den steirischen Bezirken
Für das Jahr 2025 wurden 221
Todesfälle (um 23 mehr als 2024) durch Selbsttötung und Selbstbeschädigung registriert.
Die Auswertungen nach
Altersgruppen zeigen, dass die meisten Suizid-Sterbefälle 55 bis 59 Jahre bzw. 65 bis 69 Jahre sowie 85 Jahre und älter waren. Auch die Altersgruppen 50 bis 54 Jahre, 75 bis 79 Jahre sowie 80 bis 84 Jahre, aber auch die Gruppe der 34 bis unter 40-Jährigen waren stärker vertreten.
Ebenfalls aus diesen Auswertungen ist ersichtlich, dass
Männer in allen Altersgruppen deutlich stärker zum Suizid neigen als
Frauen. Insgesamt entfielen im Jahr 2025 sogar 81,0% der Suizide auf Männer.
Am eklatantesten war dieses Ungleichgewicht 2025 in jungen Jahren bei den 25- bis unter 30-Jährigen und 40- bis unter 45- Jährigen, wo jeweils 9 Männer auf eine Frauen kamen, aber auch bei den 75- bis unter 80-Jährigen und 80- bis unter 85-Jährigen ist die Kluft besonders hoch, wo jeweils das Verhältnis bei 15 Männer zu drei Frauen lag. Weitere hohe Unterschiede sind auch in der Altersgruppe der 45- bis unter 50-Jährigen zu finden (11 Männer zu 2 Frauen).
Vergleichsweise viele Suizide gab es bei den Männern ab einem Alter von 50 Jahren, bei den Frauen absolut am meisten mit 60 bis unter 65 Jahren bzw. mit 85 Jahren und älter sowie 55 bis unter 60 Jahren, wobei wir hier von 5 bis 6 Fällen je Altersgruppe sprechen, während bei den Männern in diesen drei Altersgruppen insgesamt 52 Personen Suizid begangen haben. 2025 gab es leider auch einen Suizid in ganz jungen Jahren (unter 15 Jahre).
Bezieht man nun die absolute Zahl von Suiziden auf die jeweilige Bevölkerungszahl in den einzelnen Altersgruppen
(Suizidrate), so wird ersichtlich, in welchem Alter das Risiko Suizid zu begehen am höchsten ist.
Bei den
Frauen ist 2025 ab dem 75. Lebensjahr eine erhöhte Suizidneigung festzustellen, wobei die Altersgruppe der 85- bis Mehrährigen am meisten betroffen ist, aber auch die Altersgruppe der 55- bis unter 60-Jährigen sowie 60- bis unter 65-Jährigen haben deutlich höhere Suizidraten.
Bei den
Männern sind durchgehend deutlich höhere Raten festzustellen, sie steigen im fortgeschrittenen Alter deutlich an. In der Altersgruppe 85- und Mehrjährige wird sogar ein Wert von 100 (je 100.000 der Bevölkerung) erreicht!
Auf Bezirksebene sind aufgrund der geringen Besetzungszahlen jährliche Auswertungen der Suizide nicht sinnvoll, da die Werte großen Zufallsschwankungen unterliegen. Es werden daher die durchschnittlichen
Suizidraten der letzten 5 Jahre (pro 100.000 der Bevölkerung) herangezogen. Zu erkennen ist, dass es besonders hohe Suizidraten in den Bezirken Murau, Liezen und Leoben gibt, während die Bezirke Graz-Stadt, Hartberg-Fürstenfeld und Graz-Umgebung die niedrigsten Raten aufweisen. Die höchste Rate bei den Frauen findet man in Leoben, die niedrigste in Leibnitz. Bei den Männern weist Murau die höchste Rate sowie Graz-Stadt die mit Abstand niedrigste auf.
Kartografische Darstellungen
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