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Eheschließungen

Die Entwicklung der Eheschließungen in den steirischen Bezirken

Eheschließungen absolut

Steiermark: Eheschließungen 1981 - 2017 © Landesstatistik Steiermark
Steiermark: Eheschließungen 1981 - 2017
© Landesstatistik Steiermark

Mit 6.124 Externe Verknüpfung Eheschließungen wurden im Jahr 2017 in der Steiermark um 0,9% bzw. 54 mehr registriert als 2016, wobei die Hauptgründe für diese weiterhin sehr hohe Zahl an Eheschließungen in der 2015 erstmaligen Erfassung der im Ausland geschlossenen Ehen von Personen mit Wohnsitz in der Steiermark (möglich durch die im November 2014 erfolgte Umstellung der Erfassung auf das Zentrale Personenstandsregister ZPR) sowie der Heranziehung des Wohnsitzes der Frau (in der Steiermark), falls der Wohnsitz des Mannes im Ausland ist, liegen.

Österreichweit gab es mit 44.981 Eheschließungen ein minimales Plus gegenüber dem Vorjahr von 91 oder +0,2%.

2017 war es im achten Jahr möglich, bei den Bezirkshauptmannschaften gleichgeschlechtliche Partnerschaften eintragen zu lassen, wovon in der Steiermark 53 Paare (5 davon im Ausland) - davon 25 in Graz - Gebrauch machten, darunter 28 männliche und 25 weibliche Paare. 2010 gab es 74 Paare, 2011 und 2012 je 46, 2013 35, 2014 51, 2015 64 und 2016 46.

In Österreich insgesamt waren es 2017 genau 529 eingetragene Partnerschaften, davon wieder fast die Hälfte in Wien (227). 

Eheschließungsrate

Die Externe Verknüpfung Eheschließungsrate (= Zahl der Eheschließungen je 1.000 Einwohner) 2017 in der Steiermark liegt mit 4,9 Eheschließungen je 1.000 Einwohner deutlich über dem Niveau der letzten beiden Jahrzehnte.

Das höchste Eheschließungsaufkommen des Jahres 2017 bezogen auf die Bevölkerungszahl hatte, wie zumeist in den letzten Jahren, Graz-Stadt (Anstieg von 5,1 auf 5,4), gefolgt von Graz-Umgebung (5,2), Leibnitz mit 5,0, und Hartberg-Fürstenfeld mit 4,9 Ehen auf 1.000 Einwohner.

Die geringste Eheschließungshäufigkeit verzeichnete im Jahr 2017 der Bezirk Murau mit nur 4,1 Ehen je 1.000 Einwohner, gefolgt von der Südoststeiermark mit 4,5, woraus (trotz jährlicher Schwankungen) deutlich wird, dass im ländlichen Bereich inzwischen weniger geheiratet wird als in den Städten, was auch bundesweit mit der zumeist vergleichsweise hohen Rate in Wien zusammenpasst.

Die Steiermark liegt mit 4,9 Ehen je 1.000 Einwohner unter dem Österreichschnitt von 5,1. Unter den österreichischen Bundesländern wies im Jahr 2017 Vorarlberg mit 5,8 die höchste Eheschließungsrate auf, den niedrigsten Wert verzeichnete das Burgenland mit 4,6.

Erstehen

Insgesamt wurden im Jahr 2017 in der Steiermark 4.313 Externe Verknüpfung Erstehen (das sind Eheschließungen, bei denen beide Eheleute vor der Eheschließung noch ledig waren) geschlossen, das sind um +71 oder +1,7% Trauungen mehr als im Vorjahr.

Der Externe Verknüpfung Anteil der Erstehen an den gesamten Eheschließungen in der Steiermark beträgt im Jahr 2017 70,4%, das sind um 0,5 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor.

Generell hohe Anteile von Erstehen an der Gesamtzahl der Eheschließungen haben traditionell die Bezirke mit einer überwiegend agrarischen Struktur wie Hartberg-Fürstenfeld und Südoststeiermark (je 74,9%) sowie Murau (74,6%). Ein Grund dafür sind auch die in diesen Regionen relativ geringen Scheidungsraten.

Besonders viele Wiederverehelichungen von jeweils 37 - 38% verzeichnen die Bezirke Leoben und Bruck-Mürzzuschlag. Diese Bezirke sind auch von einer relativ hohen Scheidungsrate betroffen.

Konkret wird unter Beibehaltung der derzeitigen altersspezifischen Erstheiratshäufigkeiten (2017) weiterhin nur etwas mehr als die Hälfte der steirischen Frauen und Männer jemals heiraten.

 

Mittleres Erstheiratsalter

Das mittlere Erstheiratsalter (mittleres Alter der ledigen Brautleute) liegt naturgemäß etwas niedriger als für alle Eheschließungen und hat sich im Jahr 2017 nach fast kontinuierlichen Anstiegen in den vergangenen Jahren (außer 2016) weiter erhöht, es liegt nun bei den Externe Verknüpfung Männern bei 33,6 Jahren (2016 33,4).

Bei den Externe Verknüpfung Frauen ist das mittlere Erstheiratsalter leicht zurückgegangen und liegt nun wie 2015 bei 30,9 Jahren (2016 31,1).

Im Vergleich dazu betrug das mittlere Erstheiratsalter Anfang der 90er Jahre bei den Männern noch 27 Jahre und bei den Frauen 24,7 Jahre.

Mittlere Altersdifferenz

Die Externe Verknüpfung mittlere Altersdifferenz der ledigen Brautleute ist 2017 gegenüber 2016 gestiegen und liegt nun bei 2,7 Jahren. Den höchsten Altersunterschied zwischen lediger Braut und ledigem Bräutigam gab es im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag mit 3,6 Jahren, den geringsten in Graz-Stadt mit 2,0 Jahren.

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