Sterbefälle
Die Entwicklung der Sterbefälle in den steirischen Bezirken
Gestorbene insgesamt
Die Zahl der
Sterbefälle hat sich von 13.251 (2024 - niedrigster Wert seit 2019) auf 13.504 im Jahr 2025 (+253 oder +1,9%) erhöht, liegt aber weiter unter der 14.000er Grenze, die 2020 und 2022 zwei Mal überschritten wurde.
Relativ gesehen stiegen die Sterbefälle bei den Frauen um +1,2%, bei den Männern um +2,7%.
Im Jahr 2025 sind in der Steiermark insgesamt 84 Menschen an COVID-19 gestorben, das sind 0,6% aller Sterbefälle (2024 waren es noch 189 Personen bzw. 1,4%).
Österreichweit ist die Zahl der Sterbefälle zurückgegangen, und zwar um -0,7% von 88.486 im Jahr 2024 auf 87.902 Personen im Jahr 2025.
Sterberate
Die
allgemeine Sterberate (= Zahl der Gestorbenen je 1.000 Einwohner) ist in der Steiermark 2025 mit 10,6, gegenüber dem Vorjahr mit 10,4 (niedrigster Wert seit 2019 10,2), leicht gestiegen.
Die höchste Sterbeziffer mit 14,5 auf 1.000 Einwohner hatte im Jahr 2025 der Bezirk Leoben, gefolgt vom Bezirk Murtal mit 14,3 sowie Bruck-Mürzzuschlag mit 13,2. Dahinter schließt sich Murau mit 12,5 an. Die niedrigste Sterbeziffer errechnete sich mit 7,9 wieder für Graz-Stadt, gefolgt von Weiz mit 9,5, Hartberg-Fürstenfeld mit 9,9 und Südoststeiermark mit 10,5.
Die Steiermark liegt mit 10,6 weiterhin über dem Österreichschnitt von 9,5 Sterbefällen je 1.000 Einwohner. Am niedrigsten waren die Sterberaten in den Bundesländern Wien (8,1) sowie in Vorarlberg (8,3) und Tirol (8,6), am höchsten im Burgenland (11,5) sowie in Kärnten (11,2) und Niederösterreich (10,7). Unter dem Österreichschnitt liegen noch Oberösterreich mit 9,4 und Salzburg mit 8,7.
Um Zufallsschwankungen auf regionaler Ebene auszugleichen und längerfristige Trends abzubilden, werden auf Bezirksebene zusätzlich
5-Jahres-Sterberaten berechnet. Hier wird die langfristig steigende Tendenz sichtbar, ebenso wie die Tatsache, dass die Sterberaten in den aus Bevölkerungssicht alten Bezirken Leoben und Bruck-Mürzzuschlag sowie in den Bezirken Murtal, Voitsberg und Murau am höchsten sind.
Säuglingssterblichkeit
In der Steiermark sind im Jahr 2025 absolut gesehen 32
Säuglinge im ersten Lebensjahr verstorben, um 4 mehr als 2024.
Die
Säuglingssterblichkeit (= Sterbefälle im ersten Lebensjahr pro 1.000 Lebendgeborene) 2025 liegt somit bei 3,3, das ist der zweithöchste Wert aller Bundesländer (nach Wien mit 4,6). Der Österreichschnitt befindet sich bei 3,1.
Was das regionale Jahresergebnis 2025 anlangt, so fällt auf, dass die Säuglingssterblichkeit in fünf Bezirken gleich Null war, und zwar in Deutschlandsberg, Leoben, Murau, Hartberg-Fürstenfeld und Südoststeiermark. Die höchsten Raten weisen die Bezirke Voitsberg mit 6,5, Graz-Stadt mit 5,3 sowie Liezen mit 5,2 auf.
Betrachtet man die Entwicklung der Säuglingssterblichkeit in
5-Jahres-Schritten, so zeigt sich ein positives Ergebnis. Denn kamen im Schnitt der Jahre 1981 - 1985 noch 12,4 Säuglingssterbefälle auf 1.000 Lebendgeborene, so waren es im Durchschnitt der Jahre 2021 - 2025 nur noch 2,5, also nur etwa ein Fünftel.
Die niedrigsten Durchschnittsraten weisen dabei die Bezirke Deutschlandsberg mit Null, Leoben mit 0,5, Süd-Oststeiermark mit 0,7 und Murau mit 0,9 auf. Die höchste Durchschnittsrate 2021 - 2025 mit einem Wert von 4,2 findet sich in Graz-Stadt, gefolgt von den Bezirken Bruck-Mürzzuschlag mit 2,9 sowie Liezen und Weiz mit je 2,5.
Sterbefälle nach ausgesuchten Todesursachengruppen
Mit Abstand die häufigste Todesursachengruppe sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bilden die Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems mit 4.689 (34,7%), gefolgt von bösartigen Neubildungen mit 3.316 (24,6%), sonstigen Krankheiten mit 3.271 (24,2%), Krankheiten der Atmungsorgane mit 932 (6,9%), Verletzungen und Vergiftungen mit 808 (6,0%) und Krankheiten der Verdauungsorgane mit 488 (3,6%).
Es zeigt sich, dass mit zunehmendem Alter die Bedeutung der Herz- und Kreislauferkrankungen als Todesursache immer größer wird, während bösartige Neubildungen anteilsmäßig in der Gruppe der 45- bis unter 75-Jährigen am stärksten vertreten sind und dann sukzessive als Todesursache zurückgehen.
Das relative Sterberisiko in den jüngeren Altersgruppen ist durch Verletzungen und Vergiftungen einschließlich Unfälle und
Selbsttötung bzw. -beschädigung im Vergleich zu den anderen Todesursachen besonders hoch.
Lebenserwartung
Die Lebenserwartung der
Männer liegt 2025 in der Steiermark bei 80,0 Jahren. Die Lebenserwartung der
Frauen befindet sich bei 84,5 Jahren. Damit ist die Lebenserwartung bei den Männern gegenüber 2024 minimal gestiegen, bei den Frauen hat sie sich durch den Anstieg der Sterblichkeit etwas verringert.
Verfolgt man die Entwicklung der Lebenserwartung der Steirer nach der
5-Jahres-Wertung, so hat sich diese seit Beginn der 70er Jahre landesweit um fast 13 Jahre erhöht, insbesondere in den Bezirken Deutschlandsberg und Leibnitz aber auch in Graz-Umgebung, Hartberg-Fürstenfeld und Weiz mit Zuwächsen von bis zu 14,8 Jahren.
In der aktuellen 5-Jahres-Wertung 2021-25 ist die Lebenserwartung der Männer mit 80,9 Jahren im Bezirk Weiz am höchsten, die 80 Jahre erreichen auch noch die Bezirke Graz-Umgebung und Hartberg-Fürstenfeld mit je 80,1 Jahren sowie der Bezirk Murau mit 80,0 Jahren. Der Steiermarkschnitt liegt bei 79,5 Jahren. Die geringste Lebenserwartung bei den Männern weisen die Bezirke Murtal mit 78,2 sowie Voitsberg und Leoben mit je 78,5 Jahren auf.
Ähnliches gilt für die Steirerinnen. Ihre Lebenserwartung hat sich seit Anfang der 70er Jahre landesweit um fast 11 Jahre erhöht, wobei der Bezirk Südoststeiermark mit einem Plus von 12,2 Jahren am deutlichsten aufgeholt hat, gefolgt von Murau mit +11,8 Jahren und Weiz sowie Bruck-Mürzzuschlag mit je +11,7 Jahren.
In der aktuellen
5-Jahres-Wertung liegt der Bezirk Weiz mit 85,4 Jahren an erster Stelle, gefolgt von den Bezirken Südoststeiermark mit 84,9 und Hartberg-Fürstenfeld mit 84,8 Jahren. Der Steiermarkwert liegt bei 84,4 Jahren. Die niedrigste Lebenserwartung bei den Frauen weist der Bezirk Murtal mit 83,1 Jahren auf, es folgen die Bezirke Voitsberg mit 83,5 Jahren und Leibnitz mit 84,0 Jahren.
Weitere Informationen
finden Sie in unserer Publikation
Heft 5/2026 - Steiermark - Natürliche Bevölkerungsbewegung 2025, Vornamenstatistik 2025.


