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Geburten

Die Entwicklung der Geburtenzahlen in den steirischen Bezirken

Lebendgeborene insgesamt

Steiermark: Lebendgeburten 1981 - 2017 © Landesstatistik Steiermark
Steiermark: Lebendgeburten 1981 - 2017
© Landesstatistik Steiermark

Die Zahl der Externe Verknüpfung Geburten stieg im Jahr 2017 leicht um 1,5% oder in absoluten Zahlen um 171 Kinder gegenüber 2016 und befindet sich mit nunmehr 11.385 auf dem höchsten Stand seit 1997.

2017 verzeichneten - wie 2016 - 5 der 13 steirischen Bezirke gegenüber 2016 ein Minus bei der Zahl der Lebendgeborenen, wobei wieder Murau den größten Rückgang (-5,9%) hatte, gefolgt von Deutschlandsberg mit -3,4%. Am besten schnitten 2017 im Vergleich zu 2016 Leibnitz mit +10,3% und die Südoststeiermark mit +9,8% ab. In der Landeshauptstadt Graz gab es diesmal ein Minus von 1,4%.

Österreichweit kamen im Jahr 2017 87.633 Babys zur Welt. Das waren um 42 weniger als im Jahr 2016. Vier von 9 Bundesländern konnten eine Zunahme bei den Geburten verzeichnen. Die höchsten prozentuellen Zunahmen hatten Salzburg mit +3,4%, Tirol mit +2%, Steiermark mit +1,5% und Kärnten mit +0,2%. Fünf Bundesländer hatten jeweils weniger Geburten als im Jahr davor und zwar: Burgenland (-4,4%), Vorarlberg und Wien (je -1,1%), Niederösterreich (-0,8%) und Oberösterreich (-0,5%).

Geburtenrate

Die Externe Verknüpfung Geburtenziffer (= Lebendgeborene je 1.000 Einwohner) beträgt in der Steiermark 2017 9,2, damit ist sie gegenüber dem Vorjahr (9,1) leicht gestiegen.

Landesweit kommen 2017 im Bezirk Voitsberg mit 7,3 sowie im obersteirischen Industriebezirk Leoben mit 7,7 am wenigsten Kinder je 1.000 Einwohner zur Welt, wogegen weiterhin in den Bezirken Graz-Stadt mit 10,4 und Weiz mit 9,9 auf 1.000 Einwohner am meisten Geburten registriert werden.

Die Steiermark liegt weiterhin deutlich unter dem Österreichschnitt von 10 Lebendgeborenen je 1.000 Einwohner. Die höchsten Geburtenraten verzeichneten Wien und Vorarlberg mit je 11, Salzburg mit 10,6, Oberösterreich mit 10,5 und Tirol mit 10,4. Unter dem Österreichschnitt befinden sich neben der Steiermark noch Niederösterreich mit 9,2, Kärnten mit 8,7 und das Burgenland mit 7,5.

Unehelich Lebendgeborene

Steiermarkweit ist im Jahr 2017 ein marginaler Anstieg bei den ehelich Lebendgeborenen  (+0,1% bzw. +8) zu beobachten, bei den Externe Verknüpfung unehelich Lebendgeborenen wurde mit (+3% bzw. +163) eine deutliche Zunahme festgestellt.

Der Anstieg der unehelich Lebendgeborenen hat die Externe Verknüpfung Unehelichenquote (= Anteil der unehelich Lebendgeborenen an den Lebendgeborenen insgesamt) auf 49,2% erhöht (2016: 48,5%). Sie liegt aber weitherin unter dem Rekordniveau des Jahres 2014 (50,6%) und unter dem Niveau des Jahres 2015 (49,6%). Damit ist weiterhin nahezu jede zweite Geburt in der Steiermark unehelich.

Mit dieser Quote liegt die Steiermark in der Bundesländerreihung nach wie vor hinter Kärnten (52%) an zweiter Stelle mit deutlichem Abstand zu Tirol (45,5%), Salzburg und Oberösterreich (je 43,7%) und Burgenland (42,2%). Die geringste Unehelichenquote wies wie schon seit 2006 Wien mit einem Anteil von nur 34,1% auf. Unter dem Österreichschnitt (42%) liegen zusätzlich Niederösterreich (40,5%) und Vorarlberg (38,1%).

Regional gesehen lag im Jahr 2017 - wie 2016 -  in 9 der 13 steirischen Bezirke die Unehelichenquote über 50%, wobei die höchsten Werte in den Bezirken Murau (61,4%, wie 2016 Platz 2 bundesweit!), Voitsberg (59,3%) und Leibnitz (57,7%) zu finden waren. Mit Abstand am geringsten war der Anteil der unehelich geborenen Kinder wieder in Graz-Stadt mit 38,6%, das aufgrund der hohen Zahl an - zumeist ehelichen - Ausländergeburten als einziger steirischer Bezirk unter dem Bundeswert liegt.

Steiermarkweit stammten 2017 drei von fünf (59,3%) Erstgeborenen von Eltern ohne Trauschein. Bei den Zweitgeborenen sind es 43,2%, bei den Drittgeborenen 32,5%, bei den Viertgeborenen 31,2% und bei den Fünft- und Mehrgeborenen 24%.

In den meisten Bezirken bis auf Graz-Stadt (47,9%) wurden ganz grob zwei von drei Erstgeborenen unehelich geboren, wobei hier 2017 der Bezirk Weiz mit 69,6% an der Spitze liegt.

Auffallend ist, dass die Unehelichenrate in der nicht-österreichischen Wohnbevölkerung (23,7%; bezogen auf die Staatsangehörigkeit der Mutter) bei den Lebendgeborenen deutlich geringer ist als bei den Österreicherinnen mit 56,7%.

 

Lebendgeborene Nicht-Österreicher

Absolut gesehen ist die Zahl der lebendgeborenen Kinder 2017 mit Externe Verknüpfung nicht-österreichischer Staatsangehörigkeit (= ausländische Staatsangehörigkeit des Kindes, also genau dann, wenn weder Mutter noch ehelicher Vater Österreicher sind, wobei durch eine gesetzliche Änderung ab 2017 auch bei unehelichen Geburten von ausländischer Mutter und inländischem Vater die Möglichkeit der österreichischen Staatsbürgerschaft für das Kind besteht) gegenüber dem Vorjahr mit dem Rekordwert von 1.976 um deutliche 7,8% auf 1.821 gesunken.

Der Externe Verknüpfung Anteil der nichtösterreichischen Lebendgeborenen an den gesamten Lebendgeborenen ging von 17,6% (2016) auf 16% zurück, liegt aber weiterhin auch deutlich über dem Bevölkerungsanteil der ausländischen Wohnbevölkerung von 10,6% (1.1.2018).

Die Zahl der Geburten von ausländischen Müttern betrug 2017 genau 2.573 (2016: 2.532), das sind 22,6% aller Geburten und ein Anstieg um 1,6%.

Kombiniert man Geburtsland mit Staatsbürgerschaft, bekommt man auch noch Informationen über die Herkunft der Mütter, wobei ausländische Herkunft dann zutrifft, wenn entweder das Geburtsland und/oder die Staatsbürgerschaft Ausland ist. So wurden 2017 in der Steiermark 2.988 Kinder von Müttern mit ausländischer Herkunft geboren, das entspricht 26,2% aller Geburten, wobei die meisten dieser Mütter auch im Ausland geboren wurden. In Graz waren es genau 1.455 von 2.977 Kindern, also 48,9% von Müttern ausländischer Herkunft.  

Durchschnittliches Alter der Mutter

Das Externe Verknüpfung Durchschnittsalter der steirischen Mütter (berechnet als arithmetisches Mittel aller Geburten) ist 2017 gegenüber 2016 (30,6 Jahre) weiter leicht gestiegen und liegt nun bei 30,7 Jahren.

Das höchste Durchschnittsalter bei der Geburt 2017 wurde in Graz-Umgebung  mit 31,4 und Graz-Stadt mit 31,3 Jahren registriert. Das niedrigste Durchschnittsalter findet man in den Bezirken Leoben mit 29,7 und Bruck-Mürzzuschlag mit 29,9 Jahren.
 
Das durchschnittliche Erstgeburtsalter ist 2017 gegenüber 2016 mit 29,3 Jahren gleich geblieben.

Im Vergleich dazu betrug das durchschnittliche Alter der Mütter in der Steiermark bei ihrer ersten Geburt im Jahr 1990 nur 25,9 Jahre.

Gesamtfruchtbarkeitsrate

Die Gesamtfruchtbarkeitsrate (GFR) oder zusammengefasste Geburtenziffer gibt an, wie viele Kinder im Durchschnitt von einer Frau geboren würden, wenn sie sich ihr Leben lang den altersspezifischen Geburtenziffern des Beobachtungsjahres entsprechend verhielte und es keine Sterblichkeit gäbe.

In der Steiermark lag die Externe Verknüpfung Gesamtfruchtbarkeitsrate im Jahr 2017 bei 1,46 (2016: bei 1,44) Kindern pro Frau, das ist der höchste Wert seit 1992! Das entspricht fast 3 Kinder je 2 Frauen, wobei allerdings etwas mehr als jede vierte Frau bei Fortsetzung des derzeitigen Trends überhaupt keine Kinder mehr bekommen wird. 
 
In der regionalen Betrachtung auf Bezirksebene wird aufgrund der geringen Fallzahlen und den damit einhergehenden starken jährlichen Zufallsschwankungen die Entwicklung der Externe Verknüpfung Gesamtfruchtbarkeitsrate in 5-Jahres-Durchschnitten ausgewiesen.

Demnach kommen lt. aktuellem Fünf-Jahresschnitt 2013 - 2017 besonders in Voitsberg und Graz-Stadt (je 1,31), aber auch in Leoben (1,34) am wenigsten Kinder pro Frau zur Welt.

Die höchste Gesamtfruchtbarkeitsrate findet man hingegen insbesondere in den ländlichen oststeirischen Bezirken (allen voran Weiz mit 1,61, aber auch Hartberg-Fürstenfeld mit 1,54 und Südoststeiermark mit 1,52) sowie der westlichen Obersteiermark (Murau mit 1,54 auf Platz 2 und Murtal mit 1,50 auf Platz 5), wobei die Unterschiede tendenziell immer geringer werden.

Im Bundesländervergleich 2017 haben Vorarlberg (1,67), Oberösterreich (1,66), Salzburg (1,61) und Niederösterreich mit 1,57 die höchsten Gesamtfruchtbarkeitsraten. Der Bundesschnitt liegt bei 1,52. Am geringsten ist die Gesamtfruchtbarkeitsrate im Burgenland mit 1,36, in Wien mit 1,41 und in der Steiermark mit 1,46. Gleich auf mit dem Bundesschnitt von 1,52 liegt Tirol, darunter ist nur noch Kärnten mit 1,51.

Totgeborene

Im Jahr 2017 gab es in der Steiermark insgesamt 40 Externe Verknüpfung Totgeburten, das sind um 7 mehr als im Vorjahr. Die meisten Totgeburten wurden im Bezirk Graz-Stadt mit 14 sowie in den Bezirken Leibnitz und Leoben mit je 4 verzeichnet.

Mit einer Externe Verknüpfung Totgeborenenrate von 3,5 Totgeborenen je 1.000 Lebendgeburten liegt die Steiermark im Jahr 2017 leicht über dem Österreichschnitt von 3,3.

Geburtenbilanz

Die Externe Verknüpfung Geburtenbilanz errechnet sich aus der Differenz zwischen Lebendgeborenen und Sterbefällen.

Das Externe Verknüpfung Geburtendefizit ist durch die nur leicht gestiegene Geburtenzahl (+1,5%) sowie durch die deutlich gestiegenen Sterbefälle (+4,2%) im Jahr 2017 um 31,9% stark angestiegen und liegt nun bei -1.448 Personen (das höchste gab es 2009).

Hinter Niederösterreich mit -1.981 hat die Steiermark das zweithöchste Geburtendefizit aller Bundesländer, gefolgt von Kärnten mit -1.193 und dem Burgenland mit -1.163. Bundesweit gesehen gab es einen Geburtenüberschuss von 4.363 Personen. Positive Bilanzen konnten Wien mit 4.152, Tirol mit 1.834, Oberösterreich mit 1.815, Salzburg mit 1.169 und Vorarlberg mit 1.168 Personen und verbuchen.

Das Externe Verknüpfung Geburtendefizit der Inländer beträgt 2017 in der Steiermark -2.894 Personen und kann bereits seit geraumer Zeit bei Weitem nicht mehr vom sehr klaren Externe Verknüpfung Geburtenüberschuss bei den Ausländern (+1.446 Personen) ausgeglichen werden.

Bevölkerungsveränderung durch Geburten- und Wanderungsbilanz (1981 - 2011)

Die Externe Verknüpfung Bevölkerungsveränderung in einer Region setzt sich aus der Geburtenbilanz (Lebendgeborene minus Sterbefälle) und der Wanderungsbilanz (Zuwanderungen minus Abwanderungen) zusammen. Bezieht man diese Veränderungen noch auf die jeweilige Einwohnerzahl, so können die Bevölkerungsströme der einzelnen Regionen auf übersichtliche Weise miteinander verglichen werden.

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