Geburten
Die Entwicklung der Geburtenzahlen in den steirischen Bezirken
Lebendgeborene insgesamt
Die Zahl der
Lebendgeburten ging im Jahr 2025 um -2,6% oder in absoluten Zahlen um -258 Kinder gegenüber 2024 weiter zurück und liegt nun mit 9.680 deutlich unter dem Niveau der letzten Jahre. Diese Zahl ist damit zum zweiten Mal unter die „magische" Grenze von 10.000 gefallen, ein neuerlicher historischer Tiefststand.
Auf Bezirksebene verzeichneten nur Graz-Stadt mit +3,5%, Südoststeiermark mit +3,2% sowie Deutschlandsberg mit +0,2% eine positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr bei der Zahl der Lebendgeburten. Alle anderen Bezirke weisen Rückgänge auf, wobei die höchsten in den Bezirken Murau mit -21,5%, Weiz mit -10,1% sowie Murtal mit -9,4% liegen.
Österreichweit kamen 2025 genau 76.067 Babys zur Welt. Das waren um -1.171 (-1,5%) weniger als im Jahr 2024. Damit verzeichneten nur zwei Bundesländer ein Plus bei den Lebendgeburten, Salzburg mit +2,4% und Kärnten mit +0,9%, in allen anderen kam es zu Rückgängen. Am höchsten war die Abnahme im Burgenland (-5,1%) vor Vorarlberg (-3,9%), Oberösterreich (-3,1%), der Steiermark (-2,6%) und Tirol (-2,5%). Am geringsten war der Rückgang in Wien mit -0,2% und Niederösterreich mit -1,5%.
Merkmale der lebend geborenen Kinder in der Steiermark
Von den 9.680 Lebendgeborenen im Jahr 2025 kamen 9.511 Kinder stationär (in einheimischen Krankenanstalten) zur Welt, was einen Anteil von 98,3% ausmacht.
Insgesamt kamen 5.014 Buben und 4.666 Mädchen zur Welt. Das Überwiegen der männlichen Lebendgeburten entspricht auch dem internationalen demographischen Muster.
Das Durchschnittsgewicht der lebend geborenen Buben lag bei 3,35 kg, das der Mädchen bei 3,24 kg. Insgesamt betrug das Durchschnittsgewicht 3,30 kg.
Die Durchschnittsgröße betrug bei den lebend geborenen Buben 51,1 cm und bei den Mädchen 50,5 cm. Insgesamt lag die Körperlänge im Schnitt bei 50,8 cm.
Insgesamt wurden 152 Mehrlingsgeburten registriert (davon drei Drillingsgeburten).
Geburtenrate
Die
Geburtenziffer (= Lebendgeborene je 1.000 Einwohner) beträgt 2025 in der Steiermark 7,6, damit ist sie gegenüber 2024 (7,8) wieder zurückgegangen und hat damit auch einen historischen Tiefstwert erreicht.
Landesweit kamen im Bezirk Voitsberg mit 6,1, im Bezirk Murau mit 6,3 sowie in den Bezirken Bruck-Mürzzuschlag und Leoben mit je 6,4 am wenigsten Kinder je 1.000 Einwohner zur Welt, wogegen weiterhin in den Bezirken Graz-Stadt mit 9,8, Graz-Umgebung mit 7,6 sowie Weiz mit 7,4 auf 1.000 Einwohner am meisten Geburten registriert wurden.
Die Steiermark liegt 2025 somit weiterhin deutlich unter dem Österreichschnitt von 8,3 Lebendgeborenen je 1.000 Einwohner. Die höchsten Geburtenraten verzeichneten Wien mit 9,4, Vorarlberg und Salzburg mit je 8,7, Oberösterreich mit 8,6 und Tirol mit 8,4. Unter dem Österreichschnitt befinden sich neben der Steiermark und Niederösterreich mit je 7,6 noch Kärnten mit 7,2 und das Burgenland mit 5,9.
Unehelich Lebendgeborene
Steiermarkweit ist im Jahr 2025 ein leichter Anstieg bei den ehelich Lebendgeborenen von 5.535 auf 5.580 (+45 bzw. +0,8%) gegenüber 2024 zu beobachten, die
unehelich Lebendgeborenen gingen von 4.403 auf 4.100 zurück (-6,9% bzw. -303).
Die
Unehelichenquote (= Anteil der unehelich Lebendgeborenen an den Lebendgeborenen insgesamt) befindet sich bei 42,4% (2024: 44,3%). Sie liegt jetzt deutlich unter dem Rekordniveau des Jahres 2014 (50,6%) auf dem niedrigsten Wert seit 25 Jahren. Dennoch sind nach wie vor mehr als zwei von fünf Geburten in der Steiermark unehelich.
Mit der Quote von 42,4% liegt die Steiermark in der Bundesländerreihung 2025 erstmals hinter Kärnten (46,5%) und Tirol (42,5%) - davor immer auf Platz 2! - an dritter Stelle, gefolgt vom Burgenland (40,9%) und Salzburg (39,6%). Die geringste Unehelichenquote wies wie schon seit 2006 Wien mit einem Anteil von nur 31,7% auf. Unter oder im Österreichschnitt (37,3%) liegen noch Niederösterreich (37,3%), Oberösterreich (36,2%) und Vorarlberg (32,9%).
Regional gesehen lag im Jahr 2025 in 3 der 13 steirischen Bezirke die Unehelichenquote über 50%, wobei die höchsten Werte in den Bezirken Murau (64,3%, Platz 1 bundesweit!), Südoststeiermark (51,7%, Platz 10 bundesweit) sowie Voitsberg (51,3%, Platz 12 bundesweit) zu finden waren. Mit Abstand am geringsten war der Anteil der unehelich geborenen Kinder wieder in Graz-Stadt mit 32,7%, das aufgrund der hohen Zahl an - zumeist ehelichen - Ausländergeburten als einziger steirischer Bezirk unter dem Bundeswert liegt.
Steiermarkweit stammen 2025 (50,6%) der Erstgeborenen von Eltern ohne Trauschein. Bei den Zweitgeborenen sind es 37,0%, bei den Drittgeborenen 29,9%, bei den Viertgeborenen 25,8% und bei den Fünft- und Mehrgeborenen 28,3%.
Die Unehelichenquote bei den Erstgeborenen liegt in acht steirischen Bezirken überwiegend zwischen 50% bis 60%, deutlich darüber Murau (75,9%), Voitsberg (67,3%) und Südoststeiermark (64,4%), unter der 50%-Marke: Graz (38,5%) und Graz-Umgebung (49,3%).
Auffallend ist, dass die Unehelichenrate in der nicht-österreichischen Wohnbevölkerung (23,0%; bezogen auf die Staatsangehörigkeit der Mutter) bei den Lebendgeborenen deutlich geringer ist als bei den Österreicherinnen mit 50,1%.
Lebendgeborene Nicht-Österreicher
Absolut gesehen ist die Zahl der lebendgeborenen Kinder 2025 mit
nicht-österreichischer Staatsangehörigkeit (= ausländische Staatsangehörigkeit des Kindes, also genau dann, wenn weder Mutter noch ehelicher Vater Österreicher sind, wobei durch eine gesetzliche Änderung ab 2017 auch bei unehelichen Geburten von ausländischer Mutter und inländischem Vater die Möglichkeit der österreichischen Staatsbürgerschaft für das Kind besteht) gegenüber dem Vorjahr von 2.027 um (+54) bzw. +2,7% auf 2.081 gestiegen und hat damit den höchsten Wert seit Beginn der Berichterstattung erreicht.
Der
Anteil der nichtösterreichischen Lebendgeborenen an den gesamten Lebendgeborenen liegt mit 21,5% über dem Niveau des letzten Jahres mit 20,4% und befindet sich damit auch deutlich über dem Bevölkerungsanteil der ausländischen Wohnbevölkerung von 14,8% (1.1.2026).
Die Zahl der Geburten von ausländischen Müttern betrug 2025 genau 2.767 (2024: 2.740), das sind 28,6% aller Geburten und ein Anstieg um +27 bzw. +1,0% gegenüber 2024.
Kombiniert man Geburtsland mit Staatsbürgerschaft, bekommt man auch noch Informationen über die Herkunft der Mütter, wobei ausländische Herkunft dann zutrifft, wenn entweder das Geburtsland und/oder die Staatsbürgerschaft Ausland ist. So wurden 2025 in der Steiermark 3.090 Kinder von Müttern mit ausländischer Herkunft geboren, das entspricht 31,9% (2024: 30,6%) aller Geburten, wobei die meisten dieser Mütter auch im Ausland geboren wurden. In Graz-Stadt waren es genau 1.605 von 3.006 Kindern, also 53,4% von Müttern ausländischer Herkunft, somit mehr als jedes 2. Kind.
Durchschnittliches Alter der Mutter
Das
Durchschnittsalter der steirischen Mütter (berechnet als arithmetisches Mittel aller Geburten) befindet sich 2025 bei 31,5 Jahren und ist damit gegenüber 2024 mit 31,4 Jahren minimal gestiegen.
Das höchste Durchschnittsalter bei der Geburt 2025 wurde in Graz-Umgebung mit 32,3, Deutschlandsberg mit 31,8 sowie Graz-Stadt mit 31,6 Jahren registriert. Das niedrigste Durchschnittsalter findet man in den Bezirken Murtal mit 30,7, in Bruck-Mürzzuschlag mit 30,8 Jahren sowie in Leoben mit 31,1 Jahren.
Das durchschnittliche Erstgeburtsalter beträgt 30,3 Jahre und hat sich somit gegenüber 2024 nicht verändert.
Im Vergleich dazu betrug das durchschnittliche Alter der Mütter in der Steiermark bei ihrer ersten Geburt im Jahr 1990 nur 25,9 Jahre.
Gesamtfruchtbarkeitsrate
Die Gesamtfruchtbarkeitsrate (GFR) oder zusammengefasste Geburtenziffer gibt an, wie viele Kinder im Durchschnitt von einer Frau geboren würden, wenn sie sich ihr Leben lang den altersspezifischen Geburtenziffern des Beobachtungsjahres entsprechend verhielte und es keine Sterblichkeit gäbe.
In der Steiermark lag die
Gesamtfruchtbarkeitsrate im Jahr 2025 bei 1,26 (2024 bei 1,28) Kindern pro Frau. Das entspricht etwas mehr als 5 Kinder auf 4 Frauen, wobei allerdings etwa jede dritte Frau bei Fortsetzung des derzeitigen Trends überhaupt keine Kinder mehr bekommen wird.
In der regionalen Betrachtung auf Bezirksebene wird aufgrund der geringen Fallzahlen und den damit einhergehenden starken jährlichen Zufallsschwankungen die Entwicklung der
Gesamtfruchtbarkeitsrate in 5-Jahres-Durchschnitten ausgewiesen.
Demnach kommen lt. aktuellem Fünf-Jahresschnitt 2021 - 2025 besonders in Graz-Stadt und Leoben (je 1,23) sowie Voitsberg (1,34) am wenigsten Kinder pro Frau zur Welt.
Die höchste Gesamtfruchtbarkeitsrate findet man hingegen in Weiz mit 1,53, gefolgt von Liezen 1,51 und Graz-Umgebung mit 1,49, wobei die Unterschiede tendenziell immer geringer werden.
Im Bundesländervergleich 2025 haben Oberösterreich (1,42), Vorarlberg (1,40), Salzburg und Niederösterreich (je 1,36) sowie Kärnten (1,32) die höchsten Gesamtfruchtbarkeitsraten. Der Bundesschnitt liegt bei 1,30. Am geringsten und damit auch unter dem Bundesschnitt ist die Gesamtfruchtbarkeitsrate im Burgenland mit 1,17, in Wien mit 1,21, in der Steiermark mit 1,26 sowie in Tirol mit 1,28.
Totgeborene
Im Jahr 2025 gab es in der Steiermark insgesamt 44
Totgeburten, das sind um 7 mehr als im Vorjahr. Die meisten wurden in Graz-Stadt mit 18, in den Bezirken Graz-Umgebung und Bruck-Mürzzuschlag mit je 6 sowie in Weiz mit 5 gezählt. In 4 steirischen Bezirken gab es 2025 keine Totgeburt.
Die höchste
Totgeborenenrate (Totgeborene je 1.000 Lebendgeborene) wurde für den Bezirk Bruck-Mürzzuschlag mit 9,7 berechnet, es folgen Weiz mit 7,3 und Graz-Stadt mit 6,0.
Aufgrund der jährlichen Zufallsschwankungen ist die Totgeborenenrate auch im
5-Jahres-Durchschnitt ausgewiesen. Sie liegt hier mit 6,7 im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, mit 4,5 in Weiz und 4,0 in Voitsberg am höchsten. Die niedrigsten Werte wurden für die Bezirke Murau mit 1,0, Leibnitz mit 2,0 sowie Hartberg-Fürstenfeld mit 2,2 errechnet.
Geburtenbilanz
Die
Geburtenbilanz errechnet sich aus der Differenz zwischen Lebendgeborenen und Sterbefällen.
Das Geburtendefizit hat sich im Jahr 2025 vergrößert und zwar um +15,4% und liegt nun bei -3.824 Personen, es ist damit der höchste Wert seit dem 2. Weltkrieg!
Das
Geburtendefizit der Inländer beträgt 2025 in der Steiermark -5.374 Personen und kann bereits seit geraumer Zeit bei Weitem nicht mehr vom klaren
Geburtenüberschuss bei den Ausländern mit +1.550 Personen - was den dritthöchsten je erreichten Wert entspricht (Höchstwert: 2016: 1.634) - ausgeglichen werden.
Hinter Niederösterreich mit -5.469 hat die Steiermark mit -3.824 Personen das zweithöchste Geburtendefizit aller Bundesländer, gefolgt von Kärnten mit -2.270, dem Burgenland mit -1.694, Oberösterreich mit -1.148, Tirol mit -184 sowie Salzburg mit -8. Positive Bilanzen konnten nur Wien mit +2.563 und Vorarlberg mit +199 verbuchen.
Bevölkerungsveränderung durch Geburten- und Wanderungsbilanz (1981 - 2021, Volks- bzw. Registerzählungen)
Die
Bevölkerungsveränderung in einer Region setzt sich aus der Geburtenbilanz (Lebendgeborene minus Sterbefälle) und der Wanderungsbilanz (Zuwanderungen minus Abwanderungen) zusammen. Bezieht man diese Veränderungen noch auf die jeweilige Einwohnerzahl, so können die Bevölkerungsströme der einzelnen Regionen auf übersichtliche Weise miteinander verglichen werden.
Weitere Informationen
finden Sie in unserer Publikation
Heft 5/2026 - Steiermark - Natürliche Bevölkerungsbewegung 2025, Vornamenstatistik 2025.


